Der Eumel unterwegs in Riemke

Was geht’n da in Riemke?

Im Zuge der geplanten Umgestaltung der Sportplatzfläche am Hausacker laufen bereits die ersten Aktionen vor Ort an. In der Konzeption des Sport und Bäderamtes der Stadt Bochum soll das brachliegende Areal langfristig für den Stadtteil Riemke neu belebt werden. Unter dem Motto „Vom Hausacker zum Urban Green“ sprießen nun – durch finanzielle Mittel der Bundesförderung „Green Urban Labs“– bereits die ersten Knospen der Zusammenarbeit mit ortsansässigen Akteuren, Interessensgemeinschaften und Anwohnern.

Apfelfest: Natur umme Ecke erleben

In Kooperation mit der Stadt Bochum feiern wir diese Woche mit dem Kleingärtnerverein Riemke e.V. unser erstes gemeinsames Apfelfest für Kinder und Jugendliche. Denn: „N Apfel am Tach hält die Birne schön wach“ … oder so ähnlich.

Am Mittwoch, den 13. September, sind wir im Team vor Ort, um bei der gemeinsamen Apfelernte in der Kleingärtneranlage zu helfen. Am folgenden Donnerstag, den 14.09., folgt dann das Einkochen der Äpfel zu Apfelmus – unter Fachfraulicher Anleitung und wie immer mittem „Manni“, unserem tatkräftigen Ansprechpartner vor Ort. Los geht es jeweils ab 15 Uhr vor der „Riemker Hütte“ (bis ca. 18 Uhr).

Kinder und Jugendliche aus der Kleingärtneranlage, aus dem Jugendfreizeithaus Riemke und dem Falkenheim Bergen nehmen an unserem ersten Gemeinschaftsprojekt teil. Nicht nur die gemeinsame Ernte, sondern auch Einkochen, Abfüllen und Mitnehmen zum späteren Verzehr zu Hause soll uns mal wieder den Umgang mit natürlichen heimischen Lebensmittel und deren Verwendung etwas näher bringen. Also keine Angst vor schlechtem Wetter – dat jehört inne Natur dazu!

Was wächst denn da?

Diese Aktion bietet auch den idealen Auftakt für den Aufbau unseres “Aktions- und Lehrgartens“ in der Kleingärtneranlage in Riemke. In enger Abstimmung und mit sachkundiger Hilfe vom Manni, dem Vorsitzenden des KGV Riemke e.V., entsteht auf einer Parzelle des Vereins unser neuer „Aktions- und Lehrgarten“. Hier werden wir mit verschiedenen Kooperationspartnern Hochbeete bauen, Bepflanzungen vornehmen und diese gemeinsam bewirtschaften. Sowohl die vorhandenen Örtlichkeiten als auch der Garten müssen wir in den kommenden Wochen und Monaten Stück für Stück ein wenig aufpolieren und ausbauen. Gibt also ne Menge zu basteln und zu frickeln, damit wir dann ab dem kommenden Frühjahr eine neue bezugsfertige Außenstelle (mit Werkzeuch und so) haben. Kinder- und Jugendgruppen, die Interesse daran haben mit uns Hochbeete zu bauen, zu gestalten und zu bepflanzen, können sich gerne noch bei uns melden!

Unabhängig vom „Aktions- und Lehrgarten“, den wir selbstständig organisieren, soll es im Rahmen des Projekts „Vom Hausacker zum Urban Green“ in Kooperation mit der Stadt Bochum weitere Einsätze und Präsenzzeiten mit uns zur Aktivierung der Sportplatzfläche am Hausacker geben. Wir freuen uns darauf, von unserer „neuen Basis“ in Riemke die gemeinschaftliche Nutzung und die nachhaltige Bewirtschaftung des Gartens und des Sportplatz-Areals im Sinne der Stadtteilförderung weiter auf- und ausbauen zu können.

Also, komma wech vonne Couch und pack mit an!

Interkulturelle Werkstatt – Folge 1

Hallo zusammen!

Unsere interkulturelle Werkstatt nimmt langsam aber sicher Fahrt auf. Immer Mittwochs von ca. 16:30 bis 20:30 Uhr treffen wir uns an der Engelsburger Straße 61, um zu werkeln, Musik zu machen, Freunde und Bekannte zu treffen, gemeinsam zu kochen und uns auszutauschen.

An dieser Stelle wollen wir euch auf dem Laufenden halten, was wir so treiben. Eines unserer „Medienprojekte“ ist eine lockere Folge von zusammengeschriebenen Gesprächen. Hierbei geht es um junge Geflüchtete; speziell wo Probleme im Alltag auftauchen, wo Schwierigkeiten entstehen – etwa bei der Verständigung von Sprache und Gebräuchen – oder auch was man besser machen könnte für eine gelungene Integration.

Zwei junge Geflüchtete möchten wir hier kurz vorstellen, die in nächster Zeit öfter zu Wort kommen sollen:

Ahmad ist 27 Jahre alter Syrer, der seit 1 ½ Jahren in Deutschland lebt. Er ist in al-Hasaka (Nordsyrien) geboren und hat in Syrien ein Jurastudium absolviert. Sobald er sicher genug in der deutschen Sprache ist und seine Tests bestanden hat, will er im Master weiter Jura studieren.

Jan [sprich: Dschan, wie Dschungel] ist syrischer Kurde, 21 Jahre alt und seit 3 Jahren in Deutschland. Er ist als Student an der Ruhr-Uni-Bochum eingeschrieben, momentan in einem Sprachprogramm als Vorbereitung für das Studium. Bochum ist Jans Lieblingsstadt in Deutschland; er war auch schon in Dortmund, Hannover, Salzgitter, Kassel, Frankfurt, Gießen, Braunschweig, Berlin und ist in ganz Nordrhein-Westfalen schon ziemlich rumgekommen. Aber Bochum findet er am schönsten.

Nächste Woche gibt es eine neue Folge, in der es speziell um die integrativen Sprachkurse geht ...

 

Und hier ist unser neuer Flyer, der bald in Produktion geht:

Die Saison steht vor der Tür

Der Eumel erwacht so langsam aus dem Winterschlaf. Die Vorbereitung auf die neue Saison läuft auf Hochtouren. Wir haben die Winterpause genutzt und unsere Werkstatt ordentlich aufgewertet. Die Wände zieren nun einige unserer Werke aus der Saison 2016 und wir haben eine Sitzecke aus EU-Paletten gebaut. Unseren Tresen haben wir überarbeitet und wir werden uns nun an den Frühjahrsputz machen.

Für die neue Saison haben wir bereits einige Ideen an Angeboten und die ersten Projekte und Einsätze sind auch bereits eingetütet. Wir, das Eumel-Team, freuen uns auf die neue Saison und auf EUCH!

Schaut vorbei in unserer Werkstatt oder besucht uns auf unseren Einsätzen!

Euer Eumel-Team

und p.s.: Unser Auftrag für 2017 ist klar.....! ;)

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Saisonabschlussfahrt Eumel-Team nach Berlin

Der Sommer ist zu Ende und der Eumel geht in die hochverdiente Winterpause. Für unsere ehrenamtlichen Teamer rund um den Eumel und die Interkulturelle Werkstatt ging es in der ersten Herbstferienwoche auf Bildungsreise nach Berlin. Mit einem vollgepackten 9-Sitzer und großer Vorfreude fuhren wir am Montag vom Falkenheim an der Akademiestraße los. Angekommen in unserer Ferienwohnung am Tempelhofer-Feld, wurden die Zimmer bezogen und während sich manche bereits aufmachten und die Hauptstadt erkundeten, ruhten sich andere erstmal aus.

Am nächsten Tag ging es direkt nach Berlin-Mitte. Zusammen schauten wir uns das Regierungsviertel, das Holocaust-Mahnmal "Denkmal für die ermordete Juden in Europa", sowie den Reichstag an. Vor dem Reichstag sorgten einige antisemitische Reichsbürger mit ihrer Infowand über die BRD GmbH für Kopfschütteln und Unverständnis. Gegen Abend wurde gemeinschaftlich wurde gemeinschaftlich gekocht und der Abend gemütlich in einer Spielerunde verbracht.

Natürlich nutzten wir diese Fahrt auch um unsere Arbeit für den Eumel voranzutreiben. Deswegen nahmen wir am Mittwoch an der Streetartführung von „Alternativ Berlin“ (Achtung: englische Sprechweise, hat nichts mit der AfD zu tun ;) ) teil. Diese Tour führte uns bei leider schlechtem Wetter durch Kreuzberg und zeigte uns verschiedene Variationen der Streetart-Kunst. Im anschließenden Workshop gab es für uns die Möglichkeiten unsere eigene Stencilart zu gestalten. Trotz der uns bekannten Technik erfuhren wir noch weitere kleine Kniffe die wir in der Zukunft auch anwenden werden. Gegen Abend trafen wir dann ein weiteres Mitglied unseres Teams. Arezu absolvierte gerade ein Praktikum in Berlin und freute sich uns zu treffen.

Der letzte Tag stand ganz im Zeichen des Schreckens der DDR. Der Tag begann mit einem Besuch der Bernauerstraße und der Gedenkstätte der Berliner Mauer. Nach dieser Erfahrung fuhren wir nach Hohenschönhausen und besichtigten dort das Stasigefängnis und wurden dort von einem ehemaligen Gefangenen durchgeführt. Diese Führung fesselte alle in unserer Gruppe und wir stellte uns alle die Frage: „Wieso? Und das ist ja gar nicht lange her!“. Ferner haben wir uns alle gewundert, dass neben den Greueltaten aus der NS-Zeit, derartige menschenverachtene Zustände und Verbrechen nach den Erfahrungen im 2. Weltkrieg, erneut teil unserer Geschichte werden konnten.

Auch wenn es am Freitag schon wieder zurück ging, können wir alle sagen: Die Woche war ein gelungener Saisonabschluss und wir haben alle ganz viele Eindrücke aus unserer Hauptstadt mitgenommen.

Zudem hatten wir als Team eine Superzeit und sind noch enger zusammengerückt.

 

Euer Hannes, für das Eumel- und Interkulturelle Werkstatt-Team

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Den Rassismus bekämpfen du musst: Wir gestalten eine Plakatwand

Trotz unserer Ankunft auf dem Eisplaneten Hoth waren wir in den letzten Tagen voller Energie, unsere Macht auf die Gestaltung einer Plakatwand zu konzentrieren. Von der Entwicklung einer Idee und einer Vorlage, über die Schaffung einer 2,5m x 4m großen Schablone bis zum Aufbringen auf die Plakatwand am Nordring in Bochum City haben wir alles gemeinsam im Eumel-Team gestaltet.

Im Rahmen des Projekts "Demokratie leben!", initiiert vom Kinder- und Jugendring e.V. und dem Kommunalen Integrationszentrum Bochum, welches vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, wurde eine weiße Plakatwand am Nordring, Ecke Hernerstraße zur Verfügung gestellt, die wir gerne bunt gemacht haben, ganz im Sinne des Titel des Projekts, "Farbe bekennen, Demokratie leben".

Zunächst haben wir unsere verschiedenen Ideen zusammengetragen und konnten uns zuletzt auf eine Adaption des großen Meister Yoda aus der Star Wars Saga einigen.

"Die Zukunft gestalten mit allen Menschen wir müssen.. Bekämpfen den Rassismus unser Ziel sein muss.." ganz getreu Yodas berühmten Satzbaus, der sich auch auf der Plakatwand wiederfindet.

Kommt mal vorbei, schaut's euch an und zeigt es euren Freunden!

Eure Marlene, Team Eumel

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26
Sep
Engelsburger Str. 61
Zeit: 16:30

27
Sep
Engelsburger Straße 61
Zeit: 16:30

28
Sep
Ehemaliger Schulhof der Montessori-Schule
Zeit: 16:30

03
Okt
Engelsburger Str. 61
Zeit: 16:30